Kap Arcona
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Durch Wind und Regen zum Kap geradelt

 

700 kilometerlange Strecke von der Rhön zur Insel Rügen mit dem Fahrrad in sechs Tagen bewältigt.

 

 

Geplant hatte ich die Tour schon lange, aber immer wieder kam etwas anderes dazwischen. Da ich in der warmen Jahreszeit aus beruflichen Gründen keine Zeit habe, kam für die Tour nur der Winter in Frage. Ursprünglich wollten noch zwei Freunde mitfahren, diese sagten allerdings aus beruflichen Gründen ab. Also belud ich allein mein Fahrrad, packte zwei Taschen auf den Drahtesel, setzte mir einen Helm auf und trat in die Pedale. Täglich bewältigte ich eine Distanz von 100 bis 130 Kilometer. Freilich könnte ich mehr schaffen, aber wenn man mehrere Tage lang eine solche Strecke fährt, muss man seine Kraft einteilen. Bei Nordhausen, bei Magdeburg, in Tangermünde, Staffenhausen, Ginst und auf der Rücktour in Glowe fand ich Nachtquartier. Dieses Jahr hatten wir zwar einen milden Winter, ich hatte aber mit starkem Seitenwind und streckenweise Schneeregen zu kämpfen. Der Norden bot ein Bild der Kontraste. Da war einmal die gute Radweg- Infrastruktur, aber auch ein Dorf, in dem nach der Wende die Zeit stehen geblieben sein muss. In Magdeburg verirrte ich mich leicht und landete auf der Stadtautobahn. Schleunigst verließ ich die Piste, die für Fahrräder eigentlich tabu war. Eine Übernachtung zu finden, war in touristisch erschlossenen Gebieten kein Problem. Am sechten Tag erreichte ich das Ziel Kap Arkona. Eine Flasche "Rhönbier", die ich mitgebracht hatte, leerte ich dort - Prost!

 

 

Weiter fuhr ich nach Glowe und schließlich nach Saßnitz, wo ich Rad und Gepäck in den Zug packte und wieder gen Süden fuhr. Diese Rügenstrecke war eine Premiere für mich, denn erstmals bewältigte ich eine solche Distanz allein.